Warum das Havelland ideal für Wohnmobilreisende ist
Das Havelland gehört zu den am häufigsten unterschätzten Reisezielen in der direkten Nachbarschaft von Berlin und Potsdam. Dabei bietet die Region alles, was eine gute Wohnmobilreise braucht: breite Straßen mit wenig Verkehr, gut ausgebaute Campingplätze direkt am Wasser, historische Städte wie Brandenburg an der Havel und Rathenow — und eine Landschaft, die im Frühling mit blühenden Obstbäumen und im Herbst mit goldenen Alleen beeindruckt.
Der größte Vorteil für Reisende ab Berlin oder Potsdam: Man ist schnell draußen. Ab dem Standort von Moon Camper in Berlin-Zehlendorf dauert die erste Etappe nur wenige Fahrminuten, bevor man auf ruhige Landstraßen wechselt. Wer Freitagabend aufbricht, schläft schon die erste Nacht direkt an der Havel.
Eine mögliche Route durch das Havelland
Routenvorschlag: Havel-Runde ab Potsdam
- Etappe 1: Abholung Berlin-Zehlendorf → Werder (Havel) — Campingplatz am Wasser, Inselmühle besichtigen, Weinanbau entdecken
- Etappe 2: Werder → Brandenburg an der Havel — Dom, Altstadt auf der Dominsel, Stadtkanal, Schleuse
- Etappe 3: Brandenburg → Rathenow oder Plaue — ruhige Etappe entlang der Havel, Niederung und Natur
- Etappe 4 bis 5: Rückweg über Ribbeck und Nauen oder direkt zurück nach Zehlendorf
Die Route ist bewusst nicht auf maximale Kilometer ausgelegt. Das Havelland lädt dazu ein, langsam zu fahren und spontan anzuhalten — an einer Fischräucherei, an einem Schleusenpark oder auf einem Aussichtsdeich über den Havelwiesen.
Werder an der Havel — der beste Einstieg
Wer aus Richtung Potsdam kommt, sollte Werder (Havel) als erste Station einplanen. Die Inselstadt liegt direkt am Wasser, ist gut mit dem Wohnmobil erreichbar und bietet mit dem alten Ortskern auf der Insel einen der charmantesten Altstadtkerne der Region. Werder ist bekannt für seinen Obstbau — im April, wenn die Kirschbäume blühen, ist die Gegend besonders sehenswert.
Brandenburg an der Havel — Pflichtstation jeder Havelland-Tour
Brandenburg an der Havel ist die größte Stadt im Havelland und eine der ältesten in der Region. Der Dom St. Peter und Paul, die Altstadt auf der Dominsel und der Stadtkanal mit seinen Brücken machen die Stadt zu einem echten Highlight. Mit dem Wohnmobil lässt sich Brandenburg gut anfahren — die Campingplätze am Stadtrand bieten ausreichend Stellplätze auch für größere Fahrzeuge.
Wer Zeit hat, sollte eine Fahrt mit dem Ausflugsdampfer auf der Havel einplanen oder das Industriemuseum besuchen, das an die Stahlgeschichte der Stadt erinnert.
Campingplätze im Havelland — unsere Empfehlungen
Ribbeck im Havelland — ein Ausflug für Fontane-Fans
Wer Theodor Fontanes Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ kennt, sollte das gleichnamige Dorf nicht auslassen. Das Schloss Ribbeck und die alte Birnbaum-Tradition machen den Ort zu einem kleinen, aber charmanten Ausflugsziel. Der Ort liegt nur wenige Kilometer nördlich der Hauptroute und ist mit dem Wohnmobil leicht erreichbar.
Das Havelland als Fahrrad-Kombination
Viele Wohnmobilreisende kombinieren die Havelland-Tour mit dem Fahrrad. Wer ein Fahrrad dabei hat — oder einen Fahrradträger am Wohnmobil — kann die Etappen entlang des Havelradwegs auch radfahrend zurücklegen und das Wohnmobil als rollendes Basislager nutzen. Der Havelradweg führt von der Quelle bis zur Mündung und ist auch abschnittsweise gut befahrbar.
Wann ist die beste Reisezeit für das Havelland?
Das Havelland ist von April bis Oktober bereisbar. Besonders schön ist es im Frühling, wenn die Obstbäume blühen und die Campingplätze noch wenig belegt sind. Der Sommer bringt mehr Badegäste an die Havelstellen, aber auch warme Abende am Wasser. Im Herbst zeigt die Region ihre goldene Seite — Alleen mit Laubfärbung und die Ernte in den Obstgärten machen diese Zeit besonders reizvoll.
Im Winter sind die meisten Campingplätze geschlossen. Wer dennoch im Herbst oder Frühling reisen möchte, sollte vorab die Öffnungszeiten der einzelnen Plätze prüfen.