Der Harz mit dem Wohnmobil — was man wissen sollte
Der Harz erstreckt sich über die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen. Das macht ihn zu einer der abwechslungsreichsten Mittelgebirgsregionen Deutschlands — und zu einem Ziel, bei dem man leicht eine Woche verbringen kann, ohne sich zu wiederholen. Für Wohnmobilreisende gibt es einige Besonderheiten zu beachten.
Die Straßen im Harz sind kurvenreich und teils schmal — besonders auf den Pässen und in den engen Tälern. Mit einem kompakten Kastenwagen aus der Kategorie City oder City Plus kommt man überall problemlos hin. Mit größeren Teilintegrierten oder Alkoven-Fahrzeugen sollte man die Routen im Voraus planen und einige enge Durchfahrten meiden. Wir beraten Sie bei der Modellwahl gerne persönlich.
Goslar — die schönste Stadt im Harz
Goslar ist das touristische Herzstück des westlichen Harz. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe — mit der Kaiserpfalz, dem gut erhaltenen Fachwerkkern und dem Rammelsberg als ehemaligem Bergwerk, das bis heute besichtigt werden kann. Wer in Goslar ankommt und durch die Altstadt läuft, versteht sofort, warum die Stadt zu den meistbesuchten in Norddeutschland gehört.
Für das Wohnmobil gibt es in der Nähe von Goslar gute Stellplätze und Campingplätze — direkt in der Altstadt parken ist mit größeren Fahrzeugen nicht empfehlenswert.
Quedlinburg — UNESCO-Welterbe im Ostharz
Quedlinburg auf der Ostseite des Harz ist einer der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands. Der Stiftsberg mit dem Dom und dem Schloss überragt die Altstadt und bietet einen weiten Blick über die Vorharzlandschaft. Die Fachwerkgassen der Innenstadt sind fußläufig gut zu erkunden — mit dem Wohnmobil parkt man am besten auf einem der ausgewiesenen Stellplätze am Stadtrand.
Der Brocken — Pflichtprogramm für alle Harz-Reisenden
Mit 1.141 Metern ist der Brocken der höchste Gipfel des Harz und einer der bekanntesten Berge Norddeutschlands. Wohnmobilisten können bis Schierke fahren und von dort entweder mit der historischen Brockenbahn hinauffahren oder den Fußweg nehmen, rund 5 Kilometer mit moderatem Anstieg. Die Aussicht vom Gipfel über die norddeutsche Tiefebene ist — bei klarem Wetter — beeindruckend. Oben gibt es ein kleines Gipfelrestaurant und ein Museum zur Geschichte des Brocken in der DDR-Zeit.
Routenvorschlag: Harz-Runde ab Berlin
- Tag 1: Abholung Berlin-Zehlendorf → Wernigerode — Ankunft, Stadtbummel, Blick aufs Schloss
- Tag 2: Wernigerode → Brocken, Brockenbahn oder Wanderung → Schierke
- Tag 3: Schierke → Clausthal-Zellerfeld → Goslar — Kaiserpfalz und Altstadt
- Tag 4: Goslar → Bad Harzburg → Oker-Stausee — Wanderung oder Abkühlung
- Tag 5: Fahrt durch den Ostharz → Quedlinburg — UNESCO-Welterbe besichtigen
- Tag 6: Thale — Hexentanzplatz, Bodetal-Wanderung
- Tag 7: Rückfahrt nach Berlin — optional über Magdeburg mit Dombesuch
Wernigerode — bunte Fachwerkhäuser und Schlossblick
Wernigerode ist nach Goslar der zweite große Anlaufpunkt im Harz. Das farbenfrohe Rathaus, die bunten Fachwerkhäuser und das Schloss auf dem Agnesberg, das die Stadt überragt, machen Wernigerode zu einem der fotogensten Orte in Sachsen-Anhalt. Die Stadt ist auch Ausgangspunkt der Harzer Schmalspurbahn, die von hier aus zum Brocken fährt.
Campingplätze im Harz — gut aufgestellt
Harz im Herbst — besonders empfehlenswert
Der Harz ist zu jeder Jahreszeit bereisbar, aber der Herbst ist für viele Kenner die schönste Zeit. Die Laubfärbung in den Mischwäldern, die klare Herbstluft und die deutlich geringere Besucherzahl auf den Campingplätzen machen eine Harz-Tour im September oder Oktober zu einem echten Erlebnis. Die meisten Campingplätze sind bis Ende Oktober geöffnet.