Was den Spreewald als Wohnmobilziel besonders macht
Der Spreewald ist ein UNESCO-Biosphärenreservat — eine der wenigen echten Kulturlandschaften in Deutschland, die bis heute sichtbar vom Zusammenspiel aus Natur und menschlicher Nutzung geprägt sind. Genau das macht die Region so besonders. Statt großer Straßen und touristischer Zentren bestimmen hier Wasserarme, Brücken, Wiesen und kleine Gehöfte das Bild.
Das Fließgewässernetz, das die Landschaft durchzieht, war und ist die Lebensader der Region. Früher fuhren die Menschen mit dem Kahn zum Einkaufen, zur Kirche oder zur Schule. Heute kommen Reisende aus ganz Deutschland, um genau diese Langsamkeit zu erleben.
Für Wohnmobilreisende ist der Spreewald besonders attraktiv, weil die Campingplätze gut ausgebaut sind, die Straßen auch für größere Fahrzeuge gut befahrbar sind und die Region so viel zu bieten hat, dass eine Woche schnell zu kurz ist.
Lübben oder Lübbenau — die zwei Zentren des Spreewalds
Lübbenau im Oberspreewald ist das bekanntere der beiden Zentren — mit dem Großen Hafen als Ausgangspunkt für Kahnfahrten, einem gut erhaltenen Schlossbezirk und dem Freilandmuseum Lehde, das das traditionelle Spreewälder Dorfleben zeigt. Im Sommer ist Lübbenau entsprechend gut besucht.
Lübben im Unterspreewald ist etwas ruhiger und bietet einen direkten Zugang zu den südlichen Fließen. Wer etwas mehr Abstand zum Touristentrubel sucht, ist hier gut aufgehoben. Beide Orte liegen nah beieinander und lassen sich gut als Basis für Ausflüge in die umliegenden Dörfer nutzen.
Die Spreewälder Gurke — mehr als eine Beilage
Die Spreewälder Gurke hat eine eigene geschützte Ursprungsbezeichnung und ist fester Bestandteil der regionalen Identität. In der Saison von Juli bis September kann man auf Bauernmärkten, direkt bei Bauernhöfen und in kleinen Läden frische oder eingelegte Gurken kaufen — in Sorten und Geschmacksrichtungen, die man im Supermarkt nicht findet. Wer einen Kühlschrank im Wohnmobil hat, sollte ein paar Gläser einpacken.
Routenvorschlag: Spreewald-Runde ab Berlin
- Tag 1: Abholung Berlin-Zehlendorf → Lübbenau — Ankunft, Einrichten, Abendspaziergang am Großen Hafen
- Tag 2: Kahnfahrt nach Lehde, Freilandmuseum, Marktplatz Lübbenau
- Tag 3: Fahrt nach Lübben — Stadtbummel, Paddeltour oder Kahnfahrt auf dem Unterspreewald
- Tag 4: Ausflug nach Burg im Spreewald — das größte Dorf im Oberspreewald, ruhige Fließe, Gurkenanbau
- Tag 5 bis 6: Freier Tag oder Rückweg über Cottbus, Branitzer Park
Campingplätze im Spreewald — gut aufgestellt
Was man im Spreewald noch erleben kann
Neben Kahnfahrten und dem Gurkenmarkt gibt es im Spreewald weitere Aktivitäten, die eine Tour bereichern. Das Wendisch-Sorbische Kulturerbe ist in vielen Dörfern noch lebendig — zweisprachige Ortsschilder, Trachten bei Festen und kleine Museen zur sorbischen Geschichte. Das Freilandmuseum Lehde zeigt historische Spreewälder Wohnhäuser originalgetreu erhalten.
Wer aktiver unterwegs sein möchte, kann Kanu oder Kajak mieten und selbst durch die Fließe paddeln — ein komplett anderes Erlebnis als die geführte Kahnfahrt und für die ganze Familie geeignet. Fahrradtouren entlang der ausgeschilderten Routen sind ebenfalls gut möglich.
Spreewald mit Kindern — gut geeignet
Der Spreewald eignet sich sehr gut für Familien. Die Kahnfahrten begeistern Kinder unterschiedlichen Alters, die Dörfer sind überschaubar und sicher zu erkunden, und die Natur bietet viel Raum zum Spielen. Wer ein größeres Wohnmobil aus der Kategorie Family oder Family Plus mietet, hat genug Platz für die ganze Familie — und trotzdem die Mobilität, jeden Tag einen neuen Campingplatz anzusteuern oder auch eine Woche an einem Ort zu bleiben.